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Diese Seite drucken Diese Seite drucken 28. Oktober 2006 Region

Brohltal - Gasunfall in Spessart

DRK an der Mehrzweckhalle

Ein undichter 2 700-Liter-Flüssiggastank an einem Privathaus sorgte am Donnerstag­abend in der Brohltalgemeinde Spessart für einen Großeinsatz von Feuerwehr, DRK und Polizei. Beim Befüllen des unterirdischen Behälters war dieser leckgeschlagen. Das hochexplosive Propangas trat aus. Hans-Jörg Degen, Chef der Brohltalwehren, erläuterte am späten Abend bei einer Pressekonferenz in der Dorfhalle den Einsatz. Nach dem Alarm durch die Remagener Polizei rückten gegen 17.30 Uhr die ersten Wehrleute zum Einsatzort an der Ringstraße aus. Messungen bestätigten den Gasaustritt. Versuche, das Leck durch Vereisung und andere Maßnahmen zu schließen, scheiterten.

Daher wurde die Evakuierung der Häuser im Umkreis von fast 100 Metern angeordnet, auch wurde im gesamten Dorf der Strom abgeschaltet. Wegen der akuten Explosionsgefahr galt für den Bannkreis um den Tank zusätzlich absolutes Rauchverbot. Auch durfte nicht fotografiert werden, ein Funke des Blitzlichts hätte bereits eine Katastrophe auslösen können. Während die Feuerwehr zum Abpumpen des Gases ein Spezialfahrzeug aus Bitburg anforderte, fanden die 55 evakuierten Menschen Unterschlupf bei Verwandten, Freunden, im “Bockshahn” oder suchten die Mehrzweckhalle auf.

Einsatzfahrzeuge

Dort hatte das Rote Kreuz um Organisationsleiter Marco Schlicht, das mit fünf “Schnellen Einsatzgruppen” aus Remagen, Sinzig, der Kreisstadt und dem Brohltal angerückt war, eine Sammel- und Verpflegungsstelle eingerichtet. Der Leitende Notarzt Michael Masanek: “Es gab keinen Patienten, der besonderer Hilfe bedurfte. Alle Evakuierten sind stabil.” Mehr als 40 Feuerwehrleute aus dem Brohltal und der Kreisstadt, unter ihnen auch Kreisfeuerwehrinspekteur Udo Schumacher, sicherten den Gefahrenort. Fahrzeuge mit explosionsgeschützen Flutlichtmasten leuchteten den Ort aus. Mit einem wasserbetriebenen (gibt keine Funken) Hochdrucklüfter wurde das schwere ausgetretene Gas mit Luft vermischt und so unschädlich gemacht. Erst nach Mitternacht war der Tank soweit geleert, dass der restliche Inhalt mit einem Spezialgerät kontrolliert abgefackelt werden konnte.

Abpumpen des Gases

Fünf bis sieben Meter hoch loderte die Gasflamme mitten im Dorf, als die ersten Einsatzkräfte abrückten. Das war gegen 0.30 Uhr. Gegen zwei Uhr konnten die evakuierten Bürger ihre Häuser wieder betreten. Feuerwehrleute und 73 Rotkreuzler beendeten den Einsatz gegen 2.30 Uhr. Als Ursache für den Gasaustritt wird ein technischer Defekt angenommen, die Polizei ermittelt. Sichtlich dankbar für den schnellen Einsatz der Rettungskräfte zeigte sich Brohltal-Beigeordneter Gerd Hackenbruch. Er lobte bei der nächtlichen Pressekonferenz ausdrücklich die “ausgezeichnete Kooperation” der verschiedenen Einheiten.

Text & Bilder Quelle
www.Mobile-Stadt.de

 
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