LZ Sinzig – Auslaufendes Benzin aus Fahrzeugtank

Fahrzeug nach VerkehrsunfallFahrzeug nach Verkehrsunfall

Zu einem Verkehrsunfall mit einem PKW kam es am heutigen Montag in der Eisenbahn­straße, direkt an der Fussgänger­unterführung. Der Fahrer war augen­scheinlich aus noch ungeklärter Ursache frontal in eine Leitplanke am Straßen­rand gefahren, wobei der gesamte Front­bereich des Fahrzeugs und anscheinend auch der Benzin­tank teilweise schwer beschädigt wurde. Um 14.30 Uhr wurde der Löschzug Sinzig über Funkmelder alarmiert, da Kraftstoff aus dem PKW auslief. Das LF 16/12 rückte kurze Zeit später mit acht Feuerwehr­leuten aus. Der PKW war mittlerweile auf dem linken Seitenstreifen abgestellt worden.

Als erste Maßnahme musste zunächst einmal der Brandschutz sichergestellt werden. Bei den sommerlichen warmen Temperaturen momentan stellt auslaufendes Benzin eine nicht zu unterschätzende Gefahr dar. Dazu wurde der Schnellangriffsschlauch und ein Pulverlöscher vorgenommen und bereit gestellt.

Mit dem Spreizer des hydraulischen Rettungs­satzes musste die verbeulte Motorhaube geöffnet werden um an die Fahrzeug­batterie heranzukommen und sie abzuklemmen. Danach konnte das Hydraulikgerät auch direkt weiter verwendet werden um den PKW im hinteren Teil vorsichtig anzuheben. Nachdem mit Holz unterbaut worden war, konnte eine Auffangwanne unter das Fahrzeug geschoben werden um das auslaufende Benzin aufzufangen.

Vorsichtiges Anheben des PKW
Vorsichtiges Anheben des PKW

Da das Loch im Tank sehr ungünstig und unzugänglich am Fahrzeugboden lag, war ein Abdichten durch die Einsatzkräfte nicht möglich gewesen. Um weiteres Austreten des Benzins beim Abschleppen des PKW zu verhindern entschied man sich den Gerätewagen Gefahrgut (GW-G) aus Remagen nachzu­alarmieren und den restlichen Tankinhalt abzupumpen.

Durch den Innenraum gelangte man schließlich an den unter der Rückbank liegenden Benzintank und konnte mit einer speziellen Gefahrstoff­pumpe den Kraftstoff in ein Edelstahlfaß umfüllen. Nachdem die Umpump­arbeiten beendet waren konnte das Unfall­fahrzeug dann von einem Abschlepp­dienst abgeholt werden. Abschließend wurde noch mit Schaufeln wenige Mengen kontaminiertes Erdreich entfernt um einem Umweltschaden entgegenzuwirken.

Neben den Einsatzkräften aus Sinzig, den drei Kameraden mit dem GW-G aus Remagen war auch ein Streifenwagen der Polizei Remagen an der Einsatzstelle. Während der gesamten Dauer der Arbeiten musste die Eisenbahnstraße an der Ecke Rheinallee teilweise gesperrt werden. Am PKW entstand nach dem Unfall erheblicher Sachschaden.

Eingesetzte Fahrzeuge:
LZ Sinzig LF 16/12
Feuerwehr Remagen GW-G