LZ Sinzig – Projektwoche „Feuer – dein Freund und Feind“

Projektgruppe "Feuerwehr" 2008Projektgruppe „Feuerwehr“ 2008

Mit dem Präsentationstag am Samstag ist am Wochenende die Projekt­woche der Grundschule Sinzig erfolgreich zu Ende gegangen. Auch die Schulklassen­betreuer der Freiwilligen Feuerwehr Sinzig hatten sich mit einem Projekt unter dem Motto \“Feuer – dein Freund und Feind\“ an dieser Veranstaltung beteiligt. So standen am Dienstag­morgen pünktlich um halb Neun insgesamt 17 neugierige Grundschüler von der ersten bis zur vierten Klasse vor der Tür des Gerätehauses in der Friedrich-Ebert Straße. Unter der Leitung von fünf Brandschutz­erziehern sollte es eine spannende Woche rund um das Thema Feuerwehr werden, die allen sehr viel Spaß bereitete.

Unterteilt in mehrere Themenbereiche begann das Projekt am ersten Tag mit einigen Grundlagen zum Thema Feuerwehr. Zunächst schaute man sich gemeinsam einen Film zur Alarmierung und Einsatzablauf einer Freiwilligen Feuerwehr an, welcher sich ja doch etwas von einer ständig besetzten Berufsfeuerwehrwache unterscheidet.

Feuerwehrmann unter Atemschutz
Feuerwehrmann unter Atemschutz

Der Film zeigte dabei die Abläufe vom Zeitpunkt vor dem Einsatzereigniss, über den Notruf zur Leitstelle, der Alarmierung und Anfahrt der Feuerwehrangehörigen zum Gerätehaus bis zum Ausrücken und Löschen des Feuers. Für die Kinder wurde dabei vorallem die Tatsache bewusst, dass jeder Feuerwehrmann täglich einem anderen Beruf nachgeht und bei Alarm alles stehen und liegen lässt. Die Überleitung zu den vielfältigen Aufgaben der Feuerwehr viel da nachtürlich recht einfach. Nach einer Pause wurde es dann praktisch, wo die Kinder auch mal anfassen und ausprobieren durften. In drei Gruppen wurden mehrere Stationen zu verschiedenen Themen durchlaufen.

Die erste Station behandelte die Schutzausrüstung eines Feuerwehrmannes bei der Brandbekämpfung. Nachdem ihnen die gesamte Ausrüstung nacheinander gezeigt wurde, durfte auch jeder einmal Jacke, Hose oder Atemschutzgerät anprobieren. Währenddessen beschäftigten sich die beiden anderen Gruppen mit den Geräten vom LF 16/12 und GKW. Vom Stromerzeuger, über Schlauchmaterial oder hydraulischem Rettungsgerät bis zum Spineboard war fast alles dabei und wurde natürlich auch tatkräftig ausprobiert.

\“Was brennt eigentlich und was brennt nicht?\“ Diese Frage stand am Mittwoch im zentralen Mittelpunkt. Um diese Frage zu beantworten mussten natürlich zunächst die Grundlagen zum Thema \“Brennen und Löschen\“ bearbeitet werden. An Hand des Verbrennungsdreiecks konnten die Kids gut die drei Voraussetzungen für ein Feuer nachvollziehen.

Als Hausaufgabe vom Vortag hatten sie alle verschiedene Gegenstände von zu Hause mitgebracht, die nun in zwei Gruppen, \“brennt\“ und \“brennt nicht\“ eingeteilt, wurden. Im Anschluss ging es dann in die Fahrzeughalle wo schon die Versuchstische aufgebaut worden waren, damit die vorher getroffene  Einteilung auch auf ihre Richtigkeit überprüft werden konnte. Unter fachkundiger Anleitung und Aufsicht wurde zunächst eine Kerze richtig angezündet, die im weiteren Verlauf als Zündquelle für die Brandversuche diente. Danach konnte dann in Kleingruppen abwechselnd jedes Kind einmal eine der Versuchsproben anzünden und das Brandverhalten beobachten.

Einige Vorführungen durch die Brandschutzerzieher passend zum Thema rundeten diesen zweiten Tag dann perfekt ab. So ging eine volle Streichholzschachtel spektakulär in Flammen auf, nachdem ein brennendes Streichholz hineingelegt wurde. Gezeigt wurde aber auch, dass Wasser nicht immer die beste Lösung ist um einen Brand zu löschen. Eine Wachs-und eine Fettexplosion zeigten dies eindrucksvoll. Natürlich lernten die Kinder aber auch, das brennende Öl im Topf richtig zu löschen.

Nachdem am Vortag gesehen wurde was alles brennt, stand donnerstags das richtige Verhalten wenn ein Brand mal nicht mehr so klein ist auf dem Programm. Dazu gehörten die richtige Reaktion auf Rauch und Feuer im eigenen Wohnhaus, wie aber auch das Absetzen eines Notrufs mit den fünf W-Fragen. An einer eigens dafür präparierten Telefonanlage konnte jeder den Notruf dann auch einmal praktisch üben. Danach ging es dann mit dem Feuerwehrauto gemeinsam in die Grundschule Sinzig. In gewohnter Umgebung und ausgestattet mit einem Fragebogen ging es bis zum Ende des Tages durch die Gänge und Klassen auf der Suche nach Brandschutzeinrichtungen aller Art.

Am letzten Tag der Projektwoche im Gerätehaus Sinzig bereiteten die Jungs in kleinen Gruppen die Präsentation des Projekts für den nachvollgenden Samstag in der Schule vor. Zu jedem Thema der vorangegangenen Woche wurde ein Plakat mit Bildern erstellt, welche die gemachten Erfahrungen sehr gut wiedergaben. Zum Schluss hieß es dann aber noch einmal richtig \“Wasser marsch!!!\“. Jeweils mit einem Strahlrohr ausgerüstet konnte sich jedes Kind nochmals wie ein großer Feuerwehrmann fühlen.

Eltern, Freunde und die anderen Schulkinder konnten sich dann samstags am Präsentationstag in der Regenbogenschule selbst ein Bild von den Aktivitäten im Projekt \“Feuer – dein Freund und Feind\“ machen. Auf Stellwänden wurden die Plakate aufgehangen und neben einer Geräteausstellung, der Vorführung einer Fettexplosion auf dem Schulhof wurde auch für die Eltern über das wichtige Thema Rauchmelder informiert. Die Kinder konnten sich am Beispiel des Rauchhauses die Funktion eines Rauchmelders anschauen. Das Resümee der Projektwoche war bei Kinder und Betreuern eindeutig, eine tolle Woche, die allen Spaß gemacht hat und die in zwei Jahren bei der nächsten Projektwoche sicherlich wiederholt werden wird. Bei Fragen rund um die Brandschutzerziehung stehen ihnen die Schulklassenbetreuer der Feuerwehr Sinzig gerne zur Verfügung.

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